Darlingtonia

1999 | Serie von Objekten (Airbrush und Kunstfell)


«Das Ding sieht aus wie ein riesiger Knopf, feuchtglänzend, weich und lappig. Es könnte ein Sexualorgan sein, eine japanische Süssigkeit, ein organischer Edelstein oder ein Schluckding, eingebettet in zerknautschtes fellhaftes Textil.

Als Teilnehmer an Sonja Feldmeiers Fiktionen werde ich in eine Welt hineingebracht, die aus ins Grosse aufgeblasenen Elementen der Makrowelt besteht, kombiniert mit Alltagsgegenständen und -materialien. Letztere sorgen mit ihrer Weichheit und Bequemlichkeit für ein generelles Wohlbefinden im Environment. Dagegen sind die Bildobjekte ambivalent, eine Mischung aus Verlockung und Gefahr.» (Daniel Meier)

«Mit Fern- und Nahsicht spielt die raumfüllende Arbeit Darlingtonia. Aus Distanz gesehen, erscheinen die mit Kunstfell bezogenen Skulpturelemente wie ein in den Raum wuchernder Organismus. Tief in den Stoffkörpern befinden sich mit Airbrush bearbeitete Polyesterelemente, deren Motive beim Nähertreten eine eigene Faszination entwickeln. Obwohl in hyperrealistischer Manier gearbietet, sind die Ausgangsfiguren – Makroaufnahmen angebissener Früchte – kaum zu erkennen. Die veränderten Grössenverhältnisse, das Fehlen von Kontext und die Dichte visueller Detailinformation schaffen eine interpretationsoffene Bildstruktur. So wie Tiere in die Grubenfalle der gleichnamigen fleischfressenden Pflanze, so gerät der Betrachter in die Assoziationsfalle der Installation Darlingtonia.» (Nina Güllicher)

« Darlingtoniaalso plays with short and long-sightedness. Seen from a distance, the sculptured elements covered with artificial fur seem to be some monstrous living thing growing in the room. On closer inspection, the motifs of the airbrush-treated polyester objects, buried deep inside the fabric bodies, exude a fascination of their own. Despite their hyper-realistic presentation, the actual inspiration and subject of this piece—magnified photographs of bitten fruit—is barely recognizable. The changed size of things, the lack of context and the density of visual detail create a structure which is entirely open to reinterpretation. Viewers resemble animals trapped in the vortex of the eponymous carnivorous plant as they are slung into the jungle of free association named Darlingtonia.» (Nina Güllicher)

Ausstellungen

2001 Swiss Art Awards, Basel
1999 Jahresausstellung, Kunsthaus Aarau
1999 Darlingtonia, poste d’art contemporain, Fribourg
1999 Melted, Horten, Düsseldorf

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