Personal Army

2007 | 3-Kanal-Videoprojektion


English version in below

«Für die Videoarbeit Personal Army hat Feldmeier aus ihrem Bilderfundus Menschen, die Camouflage in zivil und als modisches Accessoire tragen, aus ihrem ursprünglichen Kontext separiert und zu einer eigenen ‹Armee› rekrutiert, durch die sie selbst als ein langsam zum grotesken Diktator anwachsender Zwerg marschiert.» (Eva Scharrer)

«Drei Jahre lang hat Sonja Feldmeier in vielen Ländern Menschen gefilmt, die Militärkleider tragen. Ihr Vorgehen bezeichnet sie als ‹Rekrutierungsakt›, der die Personen zu Angehörigen ihrer persönlichen Armee machen. Nach der Bildmontage werden sie zu Protagonisten einer Videoarbeit, in der diese Personal Army chaotisch durch unbekannte Städte marschiert. In diesen Szenarien interveniert die Figur eines Zwerges, der sich im Laufe der Zeit in einen Riesen verwandelt. Er bewegt sich in der Menge und versucht, Ordnung zu schaffen – eine undankbare, fast aussichtslose Aufgabe.» (Giovanni Carmine)

«Dass sich eine Künstlerin im Gewand eines Schaubudengenerals präsentiert, kommt einem zunächst reichlich sonderbar vor. Tatsächlich ist das Motiv aber alles andere als beliebig gewählt: Das Rekrutieren der Soldaten ist eine treffende Metapher für den Akt der künstlerischen Aneignung. So gesehen, thematisiert der erzählerische Kontext von Personal Army nichts anderes als Sonja Feldmeiers eigene Strategie. In Gesprächen betont die Künstlerin immer wieder die Bedeutung der künstlerischen Rekontextualisierung ihrer dokumentarischen Videosequenzen: Sonja Feldmeier arbeitet mit sorgfältig und aufwändig produzierten Rahmenhandlungen. Legt man das Motiv der Rekrutierung in Personal Army als ein grundsätzliches Statement zur eigenen Arbeitsweise aus, dann können wir Sonja Feldmeier nicht nur dabei beobachten, wie sie sich mit vorgefundenem Bildmaterial alimentiert, sondern ihr dabei zusehen, wie sie aus Alltag Kunst macht.» (Claudia Spinelli)

“For three years, Sonja Feldmeier filmed people wearing military clothing in many countries. She defines her process as an “act of recruitment” that turns its subjects into members of her own personal army. Once the footage was edited, they became the protagonists of a video project in which this personal army marches chaotically through unknown cities. A dwarf intervenes throughout each scenario as he gradually turns into a giant. He moves among the masses attempting to create order – a thankless, almost hopeless task.” (Giovanni Carmine)

Ausstellung

2007 Lost Call, Ausstellungsraum Klingental, Basel

Text
Claudia Spinelli, Personal Army_Deutsch (download)
Claudia Spinelli, Personal Army_English (download)

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